- Familie Gottlieb Samuel Gossing (dazu gehört Christian Gossing) GS
- Familie Johann Gossing (dazu gehört Harald Gossing) JG
- Familie Johann David Gossing JD
Ein von Christian Gossing erstellter Stammbaum führt alle bisher bekannten Zweige der Familie auf, auch die, die sich heute noch im Ort Crèmines als Gossins befinden. Es ist bei den Gossings bisher nur gelungen die Stammlinie der Familie Johann G. sicher nachzuweisen, die der Familien von Johann David G. und von Carl G. sind noch nicht endgültig geklärt, die von Emil G., Gottlieb Samuel G. und Friedrich Albert Karl G. stehen noch aus.
Als eine „Sommersprosse“ ist zu werten, dass ein Samuel Gobat (1799-1879) erster evangelischer Bischof von Jerusalem war und in Crèmines geboren wurde. Sein Neffe, Charles Albert Gobat, war schweizer Friedensnobelpreisträger von 1902. Eine Magdeleine Gobat war mit einem Jean Gossin geb. 1637 aus Crèmines verheiratet. Die Familie Gobat ist auch heute noch in Crémines ansässig, wie sie auch in Ostpreußen vertreten waren. Allerdings ergeben die Unterlagen, dass die meisten Gossins/Gossings allen Berufständen vom Tagelöhner bis zum Staatsdiener in höheren Rängen angehörten. Der Bauernstand scheint aber überwiegend vorhanden gewesen zu sein.
Der Name wurde im Laufe der Jahre insbesondere in Ostpreußen verändert. Dies entsprach der Norm, da die Schreiber der Kirchenbücher der französischen Sprache nicht immer mächtig waren und daher die Namen phonetisch schrieben. So kann es zu Gossin/Gossein/Gossain/Goßain gekommen sein. Die „Eindeutschung“ dürfte zwischen 1860 und 1870 erfolgt sein.
Ziel der weiteren Recherche ist die Verknüpfung der sechs (oder ggf. weiterer) Stammlinien mit Stamm und untereinander herbei zu führen
Quellen:
- Kirchenbücher der Gemeinde Crémines, aufgestellt und geführt von Herrn Pastor Jean-Philippe Gobat, Crémines.
- Kenkel, Horst, „Französische Schweizer und Réfugiés als Siedler im nördlichen Ostpreußen (Litauen)“ 1710-1750. Unter Auswertung des Nachlasses von Bernhard Haagen, Hamburg, 1970. Im Selbstverlag des Vereins. Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nr. 13
- Pierre Henry, Les noms de famille jurassiens, 2005, Verlag D + P , Delémont, für Société jurassienne d'émulation. S. 300
- Berwein, Lothar „Ansiedlung von Schweizer Kolonisten im Rahmen der Repeuplierung Ostpreußens. Untersuchung einer 1712 ausgewanderten Gruppe aus der Landvogtei Sax-Forsteck.“, Hamburg, 2003. Im Selbstverlag des Vereins. Sonderschrift des Vereins für Familieforschung in Ost-und Westpreußen e.V. Nr. 103. (Dissertation zur Erlangung akad. Grad Dr. phil., Geschichtswissenschaften J.-Gutenberg-Universität Mainz)
- Dr. Maire, Siegfried, Geschichtsblätter des Deutschen Hugenotten-Vereins, Berlin 1939, Verlag des Deutschen Hugenotten Vereins, Französischer Dom
- Dr. Maire, Siegfried, Altpreußische Monatschrift (APM) Band XLVI, Heft 3 " Die ersten Schweizer Kolonisten in Litauen"
- Recherche/Dokumentation von
Simone Snykers, Krefeld
und Christian Gossing, Köln
- Eigene Recherche in Familienunterlagen, öffentliche Publikationen, Internet, Dokumentation Stiftung PKB, MGFA Potsdam u.a.m.